- RechtAktuell
- News und Aktuelles
- Verkehrsrecht
- Blitzermarathon 2026
Radarkontrollen im April
Blitzermarathon 2026
Radarkontrollen im April
Radarkontrollen im Fokus: Auch in diesem April führt die Polizei wieder den Blitzermarathon durch. Ein Überblick über die „Speedweek“ und die möglichen Folgen von Tempoverstößen.
Im Frühjahr 2026 setzen die Bundesländer erneut ein deutliches Zeichen gegen überhöhte Geschwindigkeit: Die erste Speedweek des Jahres findet von Montag, 13. April, bis Sonntag, 19. April 2026 statt. In diesem Zeitraum wird die Überwachungsdichte spürbar erhöht – sowohl außerorts auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts.
Im Mittelpunkt steht Mittwoch, der 15. April, an dem zahlreiche Länder ihre Kontrollen bündeln. Zum Einsatz kommen stationäre Anlagen ebenso wie mobile Messstellen.
Hintergrund der Maßnahmen ist die weiterhin hohe Zahl schwerer Verkehrsunfälle, bei denen Geschwindigkeitsverstöße regelmäßig eine zentrale Rolle spielen.
Die Ausgestaltung der Speedweek unterscheidet sich je nach Bundesland. Einige Länder kontrollieren während der gesamten Woche intensiv, andere legen den Fokus vor allem auf den 15. April als landesweiten Haupttag.
Hinweis: Eine Vorab-Veröffentlichung konkreter Messpunkte erfolgt üblicherweise nicht.
Der Blitzermarathon ist in ein internationales Konzept eingebettet. Parallel zur deutschen Speedweek führen zahlreiche europäische Staaten koordinierte Geschwindigkeitskontrollen durch. Organisiert wird die Aktion vom Netzwerk ROADPOL.
Gerade bei Fahrten ins Ausland sollten geltende Tempolimits daher besonders sorgfältig beachtet werden.
Neben der Frühjahrsaktion ist eine zweite Kontrollphase geplant. Diese findet vom 3. bis 9. August 2026 statt. Anders als im April gibt es im Sommer keinen einzelnen Schwerpunkt-Tag; die Kontrollen werden gleichmäßig über die Woche verteilt.
Wer während der Speedweeks 2026 zu schnell unterwegs ist, muss mit den gesetzlich vorgesehenen Sanktionen rechnen. Dazu gehören:
Maßgeblich bleibt der Bußgeldkatalog 2026. Die Aktionswoche selbst verschärft die Sanktionen nicht – erhöht jedoch durch die größere Kontrolldichte das Entdeckungsrisiko deutlich.
Nach Einschätzung von Rechtsanwalt Kay Stolle können konzentrierte Kontrollaktionen dazu beitragen, die Aufmerksamkeit für die Gefahren unangepasster Geschwindigkeit nachhaltig zu erhöhen.
Gleichzeitig zeigt die anwaltliche Praxis, dass nicht jeder Bußgeldbescheid fehlerfrei ist. Probleme bei Messverfahren, Dokumentation oder formalen Vorgaben können die Wirksamkeit eines Bescheids beeinträchtigen.
Wer einen entsprechenden Bescheid erhält, sollte daher prüfen lassen, ob ein Einspruch in Betracht kommt. Die Beratung durch einen Anwalt für Verkehrsrecht kann helfen, Risiken und Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen.
Sie wurden geblitzt? Legen Sie Einspruch ein!
1 Laut einer Studie sind 56 % der Bußgeldbescheide fehlerhaft.
Polizei verschärft Handy-Kontrollen am Steuer: Eine europaweite Aktion soll Ablenkung im Straßenverkehr eindämmen. Erfahren Sie, welche Strafen jetzt drohen.
In Deutschland sind rund 136.500 Fahrzeuge von einem BMW-Rückruf betroffen. Wir erklären, warum es brenzlig werden kann und welche Schritte Sie sofort einleiten sollten.
Reine M+S-Reifen sind seit Herbst 2024 tabu. Wer jetzt umrüstet, spart Bußgeld, Punkt und Nerven. Welche Reifen erlaubt sind und was jetzt zu tun ist, lesen Sie hier.