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Akku-Update für rund 52.000 Autos
Mercedes-Rückruf wegen Brandgefahr
Akku-Update für rund 52.000 Autos
Sicherheitswarnung für Mercedes-Elektro-SUVs: EQA und EQB werden wegen einer möglichen Batterie-bedingten Brandgefahr zurückgerufen. Wer betroffen ist, sollte jetzt handeln – bevor aus einem technischen Defekt ein Sicherheitsvorfall wird.
Bei zwei vollelektrischen Kompakt-SUV des Stuttgarter Autobauers läuft derzeit eine umfangreiche Rückrufaktion. Betroffen sind die Modelle Mercedes EQA und EQB aus den Baujahren 2021 bis 2024. Weltweit werden 51.729 Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen, davon 4.677 in Deutschland.
Die Dimension macht deutlich: Es handelt sich um eine koordinierte Sicherheitsmaßnahme mit internationaler Reichweite. Ziel ist es, ein potenzielles Risiko im Hochvoltsystem dauerhaft auszuschließen.
In Deutschland wird die Aktion unter der Referenznummer 16136R geführt. Zuständig für die Überwachung ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Die Behörde kontrolliert, ob die Hersteller ihre Informationspflichten erfüllen und die technischen Maßnahmen ordnungsgemäß umgesetzt werden.
Sobald eine Fahrgestellnummer (FIN) im Rückrufsystem hinterlegt ist, erhalten Halter ein entsprechendes Schreiben. Kern der Maßnahme ist der vollständige Austausch der Hochvoltbatterie in einer autorisierten Werkstatt.
Liegt bislang keine Benachrichtigung vor, empfiehlt sich dennoch eine eigenständige Prüfung. Mit der FIN kann direkt beim Hersteller oder Servicepartner geklärt werden, ob das Fahrzeug betroffen ist.
Nach bisherigen Erkenntnissen kann es innerhalb der Batterie zu einem Defekt einzelner Zellen kommen. Unter bestimmten Umständen besteht die Gefahr eines internen Kurzschlusses. In seltenen Fällen kann dies eine starke Wärmeentwicklung begünstigen, die bis zu einem Fahrzeugbrand führen könnte.
Internationale Aufmerksamkeit erhielt der Sachverhalt durch Dokumente der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Dort wurde unter anderem festgehalten, dass in China mehrere Fahrzeuge in Brand geraten waren. Die anschließenden Analysen mündeten in einer Neubewertung der technischen Risiken.
Zunächst versuchte der Hersteller, das Problem über ein Software-Update des Batteriemanagementsystems einzugrenzen. Angepasste Ladeparameter sollten kritische Zustände vermeiden. Allerdings gingen damit Einschränkungen im Alltag einher, etwa reduzierte Ladeleistungen und eine geringere nutzbare Kapazität.
Mit der Entscheidung für den kompletten Batterietausch wird nun eine nachhaltige Lösung umgesetzt. Die Maßnahme soll das Sicherheitsniveau wieder vollständig herstellen.
Hochvoltsysteme stehen bei sicherheitsrelevanten Auffälligkeiten besonders im Fokus. Rückrufe mit möglicher Brandgefahr gelten als präventive Sicherheitsmaßnahmen und sind nicht mit freiwilligen Serviceaktionen vergleichbar.
Ähnliche Fälle beschäftigen auch andere Hersteller. So sahen sich unter anderem BMW sowie Audi gezwungen, Maßnahmen im Zusammenhang mit möglichen Batteriebrandrisiken einzuleiten.
Für Fahrzeughalter gilt daher: Ein Werkstatttermin sollte zeitnah vereinbart werden, um das Risiko zuverlässig auszuschließen.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.
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