Burcu Bostan
    Burcu Bostan 07.05.2026 5 Minuten

    Für Autofahrer gelten in Griechenland inzwischen deutlich strengere Vorschriften. Verstöße wie Handy am Steuer oder zu schnelles Fahren können schnell teuer werden.


    Das Wichtigste in Kürze:
    • Griechenland setzt im Straßenverkehr inzwischen auf höhere Strafen.
    • Wer rast oder aggressiv fährt, muss mit hohen Geldbußen und einem langen Fahrverbot rechnen.
    • Schon eine kurze Ablenkung kann teuer werden: Handy am Steuer wird mit bis zu 2.000 Euro geahndet.
    • Behörden ahnden inzwischen auch falsches Parken und Verstöße mit Kindern im Auto härter.
    • Ein offenes Bußgeld aus Griechenland kann später in Deutschland eingefordert werden.


    Neue Regeln machen Autofahren in Griechenland riskanter

    Wer in diesem Jahr mit dem Auto durch Griechenland reist, sollte sich besser nicht auf alte Gewohnheiten verlassen. Die Regierung hat das Verkehrsrecht verschärft und setzt inzwischen auf höhere Strafen.

    Die neuen Vorschriften treffen nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen mit Mietwagen oder eigenem Fahrzeug. Schon vergleichsweise kleine Verstöße können mehrere Hundert Euro kosten. In besonders schweren Fällen werden sogar Strafen von bis zu 8.000 Euro fällig.



    Smartphone-Verstöße enden ohne Führerschein

    Besonders streng reagieren die Behörden inzwischen auf Ablenkung am Steuer. Wer während der Fahrt mit dem Handy telefoniert oder Nachrichten schreibt, muss bereits beim ersten Verstoß 350 Euro zahlen. Zusätzlich wird der Führerschein für 30 Tage eingezogen.

    Wiederholungstäter müssen mit deutlich härteren Konsequenzen rechnen. Beim zweiten Verstoß innerhalb von sechs Monaten steigt das Bußgeld auf 1.000 Euro, dazu kommt ein halbjähriges Fahrverbot. Wer ein drittes Mal erwischt wird, zahlt 2.000 Euro und verliert die Fahrerlaubnis für ein ganzes Jahr.



    Bei Tempoverstößen kennt Griechenland kaum noch Nachsicht

    Auch Geschwindigkeitsüberschreitungen werden härter sanktioniert. In zahlreichen Wohngebieten gilt mittlerweile Tempo 30.

    Wer massiv zu schnell unterwegs ist, riskiert drastische Folgen. Ab Geschwindigkeiten von über 200 km/h drohen Bußgelder von bis zu 8.000 Euro. Zusätzlich kann ein Fahrverbot von vier Jahren verhängt werden.

    Auch aggressives Verhalten auf der Straße bleibt nicht folgenlos. Für illegale Autorennen oder Drängeln verlangen die Behörden bereits beim ersten Verstoß 2.000 Euro. Außerdem droht ein Fahrverbot von zwölf Monaten.



    Weitere Verstöße: Rauchen im Auto, Fahren ohne Gurt und Co.

    Die verschärften Regeln betreffen längst nicht nur Raser. Auch Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften werden konsequent verfolgt. Wer ohne Gurt unterwegs ist, zahlt 100 Euro. Motorradfahrer ohne Helm müssen mindestens 350 Euro einplanen.

    Besonders streng fällt die Regelung für Familien aus. Wer mit Kindern unter zwölf Jahren im Auto raucht oder sie nicht ordnungsgemäß sichert, muss mit Bußgeldern von bis zu 2.000 Euro rechnen.

    Bei Alkohol am Steuer liegen die Geldbußen je nach Schwere des Verstoßes zwischen 350 und 4.000 Euro. Selbst Fußgänger geraten inzwischen stärker ins Visier: Das Überqueren einer roten Ampel kostet 30 Euro.



    Das gilt für falsches Parken

    Auch beim Parken verstehen die Behörden inzwischen weniger Spaß. Für Parksünder werden je nach Verstoß zwischen 20 und 150 Euro fällig.

    Zusätzlich kann die Polizei die Kennzeichen einziehen. Das Fahrzeug darf dann teilweise wochenlang nicht mehr bewegt werden. Gerade bei Mietwagen kann das den gesamten Urlaub beeinträchtigen.



    Griechische Bußgelder auch in Deutschland relevant

    Wer einen Strafzettel aus Griechenland ignoriert, muss auch zuhause mit Konsequenzen rechnen. Offene Forderungen können innerhalb der Europäischen Union über deutsche Behörden vollstreckt werden.

    Immerhin gibt es für Autofahrer auch eine positive Änderung: Auf einigen Autobahnen wurde das Tempolimit von 130 auf 140 km/h erhöht. An den verschärften Sanktionen für Verstöße ändert das allerdings nichts.



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