Wer einen Ford Kuga Plug-in-Hybrid fährt, sollte jetzt aufmerksam werden. Der Hersteller ruft das Modell zurück, weil ein Problem an der Hochvoltbatterie zu Brandgefahr führen kann. Schon vor einem Jahr hatte es deshalb eine größere Rückrufaktion gegeben.
Der Ford Kuga Plug-in-Hybrid steht erneut im Mittelpunkt einer umfangreichen Rückrufaktion. Weltweit sind über 242.000 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland rund 74.150 Modelle aus den Baujahren 2019 bis 2025.
Auslöser ist ein mögliches Problem an der Hochvoltbatterie. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu einem Kurzschluss kommen, der eine Überhitzung begünstigt. Zudem kann ein unerwarteter Leistungsverlust auftreten, was insbesondere im Straßenverkehr ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Weitere Details und offizielle Hinweise zum Sicherheitsrückruf stellt Ford online bereit.
Bis eine endgültige Lösung umgesetzt wird, sollen betroffene Fahrzeuge nur eingeschränkt genutzt werden. Ford empfiehlt, die Batterie auf maximal 80 Prozent zu laden und ausschließlich den Fahrmodus „Auto EV“ zu verwenden. Andere Modi – insbesondere für schwierige Fahrbedingungen – sollten vorerst nicht genutzt werden.
Wird im Fahrzeug die Warnmeldung „Sicher anhalten“ oder „Stop Safely Now“ angezeigt, ist Vorsicht geboten. In diesem Fall sollte das Fahrzeug umgehend sicher abgestellt und anschließend verlassen werden. Ford informiert Halter schriftlich und organisiert einen kostenlosen Werkstattaufenthalt. Die technische Nachbesserung ist aktuell in Vorbereitung und soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.
Beim Kraftfahrt-Bundesamt ist der Rückruf unter der Referenznummer 15919R registriert.
Der aktuelle Rückruf ist kein Einzelfall. Der Ford Kuga war in den vergangenen Jahren wiederholt Gegenstand von Rückrufaktionen. Beim Kraftfahrt-Bundesamt sind zahlreiche Maßnahmen für verschiedene Baujahre dokumentiert.
Zuletzt im März 2025 mussten bereits rund 56.000 Fahrzeuge überprüft werden. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Problem wurden bislang sieben Vorfälle in Deutschland registriert – ohne bekannte Unfälle oder Verletzte. Dennoch zeigt sich, dass insbesondere die Batterietechnik bei Plug-in-Hybriden weiterhin eine zentrale Rolle für die Fahrzeugsicherheit spielt.