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Fachleute wollen Unfallrisiko senken
Neue Promillegrenze für Radfahrer?
Fachleute wollen Unfallrisiko senken
Ein Schluck zu viel kann auf zwei Rädern schnell gefährlich werden und doch bleibt es häufig ohne rechtliche Folgen. Das könnte sich bald ändern: In Goslar wird diskutiert, ob die Promillegrenze für Radfahrer gesenkt wird und Alkohol am Lenker schneller strafrechtlich relevant ist.
Nach einem Abend mit Alkohol wirkt das Fahrrad für viele wie die „vernünftige“ Option – kein Auto, kein Motor, also kein großes Thema. Genau diese Annahme wird jetzt angegriffen. Der Niedersächsische Richterbund sieht die derzeitige 1,6-Promille-Grenze kritisch: Bei solchen Werten seien erhebliche Ausfallerscheinungen möglich, die das Unfallrisiko auch auf zwei Rädern spürbar erhöhen.
Parallel fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Absenkung – mindestens auf 1,1 Promille. Das wäre eine klare Annäherung an den Grenzbereich, der bei Alkohol am Steuer für Autofahrer maßgeblich ist.
Die Debatte bekommt zusätzliche Dynamik, weil sie im Umfeld des Verkehrsgerichtstag geführt wird. Seit 1963 treffen sich dort jährlich in Goslar – meist Ende Januar – rund 1.500 bis 2.000 Fachleute aus Justiz, Anwaltschaft, Wissenschaft und Praxis.
In Arbeitsgruppen werden aktuelle Fragen des Verkehrsrechts diskutiert und anschließend als Empfehlungen an die Politik übergeben. Auch wenn diese Papiere nicht bindend sind, waren sie in der Vergangenheit oft Wegbereiter: Impulse aus Goslar mündeten unter anderem in die Gurtpflicht, strengere Regeln zu Handy am Steuer sowie den „Führerschein mit 17“.
Genau deshalb lohnt sich der Blick nach Goslar – denn aus einer Fachdiskussion kann schnell ein neuer Maßstab für den Alltag werden.
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